Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

dem Ingenieur ist nichts zu schwere - er überbrückt die Flüsse und die Meere

Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon student_master_wing » 26.12.16 19:00

Liebe Mitstudierende,

Ich habe ein etwas seltsames Anliegen an euch.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es eine Änderung der Studienordnung, die besagt, dass Studierende des Masters Wirtschaftsingenieurwesen mit wirtschaftlichen Studium eine Masterarbeit mit ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund schreiben müssen und umgekehrt. (Einzusehen im Campus bei den Studienordnungen)

Das hat leider meine kompletten Planungen und bisherigen Arbeiten durcheinander gebracht, dass ich Prozessoptimierung nach Lean-Kriterien schreiben wollte...
Hat jedoch der Dozent, mit dem ich dazu Kontakt hatte, schon die Befürchtung, dass es nicht "ingenieurwissenschaftlich" genug ist.

Zu meiner Person - arbeite bei einem Automobilzulieferer in der Kunststoffindustrie, Erststudium war mehr BWL als Technik, daher werde ich als BWLer eingestuft und Thema BT war Kostenrechnung/ Controlling...


Jetzt die etwas merkwürdige Fragestellung, was würdet ihr unter einer ingenieurwissenschaftlichen Thematik verstehen, die auch zu unseren Modulen passt, da ich leider auch nicht die Möglichkeit habe ein Automatisierungstechnik-Modul zu entwickeln oder einen Fuzzy-Regler zu bauen...

Bin momentan wirklich ratlos durch die Änderung... bei meinem Bachelor stand das Thema so schnell fest und es halt alles gepasst, aber diesmal tu ich mich irgendwie wirklich schwer bei der Themenfindung und bin für jede Hilfe dankbar...
PS: ich erwarte mir selbstverständlich keine kompletten Themen, aber um Anregungen, in welche Richtung es gehen sollte, wäre ich unheimlich dankbar....

Vielen Dank und eine schöne Zeit :)

Enrico
student_master_wing
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon firefighter » 31.12.16 10:07

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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon WIStudent » 31.12.16 12:34

Hi,

hm, bisher war ich auf die Änderung nicht aufmerksam geworden. Habe gerade mal gesucht und selbige unter "mehr" im Campus (neben den absolvierten Modulen) gefunden.

Davon abgesehen, daß ich natürlich grundsätzlich kritisch bin, was einseitige und nachträgliche Änderungen in laufenden Verträgen betrifft, fände ich es "praktisch", wenn betroffene Kunden über eine solche Änderung aktiv informiert würden. Ich bin selbst gerade in der Abstimmung meines Abschlußthemas und erarbeite ein Exposé, was ich natürlich nicht gerne für die Tonne machen würde. Ich hatte höchstpersönlich bei der Studienbetreuung vorgesprochen - einige Tage nach dieser Änderung - da wäre beispielsweise ein deutlicher Hinweis angemessen gewesen, da die Änderung ja erst morgen in Kraft tritt. Aber das würde ich noch mit der Verwaltung erörtern. Und ggf. mit fernstudiencheck.de :-). Direkt lustig ist ja Artikel 2 der Änderung: "Die Hochschule kann den Wortlaut der geänderten Studien- und Prüfungsordnung in der vom Inkrafttreten an geltenden Fassung in geeigneter Form bekannt machen."

Von all dem einmal abgesehen ist sicher die zentrale Fragestellung, was sich die AKAD exakt unter einer "ingenieurwissenschaftlichen Problemstellung" vorstellt. Ich sehe das nicht als "technische Fragestellung" oder als Einschränkung auf bestimmte Module oder gar "irgendetwas mit Draht" ;-).

Wenn man beispielsweise die Wahlpflichtmodule (Produktion, Produktentwicklung, Supply Netwörks) ansieht, dann dürften diese wohl alle drei als zentrale Elemente des Studiums (Wirtschaftsingenieurwesen) anzusehen sein, richtig? Sonst wären sie wohl nicht die dicksten Brocken und letztlich etwas wie ein Höhepunkt der gesamten Ausbildung vor der Abschlußarbeit. Hieraus wäre meine Schlußfolgerung, daß an den Vertiefungsmodulen orientierte Themen geeignet sein müssen, denn diese definieren ja die (Wirtschafts-)Ingenieursausbildung maßgeblich.

Zu unterstreichen wäre, daß es ja um eine allgemein "ingenieurwissenschaftliche Problemstellung" geht - keineswegs um eine explizit elektro- bzw. maschinenbauingenieurwissenschaftliche - folglich muß eine wirtschaftsingenieurwissenschaftliche Problemstellung dazugehören.

Vielleicht macht es Sinn, dem Thema im Campus ein bißchen Öffentlichkeit zu schenken.

Gut war jedenfalls der Hinweis auf die Änderung, besten Dank.

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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon Kaktus123 » 03.01.17 13:29

Hallo,

also ich habe diese Änderung auch noch nicht mitbekommen und bin jetzt auch einmal ein wenig schockiert.
Ich wollte als Vertiefung eigentlich auch Produktion wählen und dachte auch die Masterarbeit in diesem Bereich schreiben zu können.


Aber mal eine kurze Frage zu diesem Änderungsdokument. Da stehe ich am Schlauch. Weil es befindet sich ja der Wortlaut "Zugang zum Studium" in den Sätzen.
Bedeutet dies, dass sich das auf das vorhergehende Bachelorstudium bezieht und nicht auf das laufende Masterstudium? Also wie man aktuell eingegliedert ist?

>>„Bei einem Zugang zum Studium nach § 3 Abs. 2 (Hochschulstudium mit ingenieurwissenschaftlichem Abschluss) muss die Masterarbeit eine
>>wirtschaftswissenschaftliche Problemstellung behandeln."

Mein Bachelor hatte mehr technische Fächer, aber die Abschlussarbeit war im Bereich Logistik. Deshalb wurde ich beim Master in den
wirtschaftlichen Bereich eingegliedert und die Fächer wie Regelungstechnik sind entfallen.



Wenn ich mir die Fächer ansehe, dann müsste es ja wirklich im Bereich SYD/SYA etc. sein.
Und das finde ich ehrlich gesagt furchtbar.

Finde auch ebenfalls, dass Änderungen erst Neuanmeldungen treffen sollten.
Man hat ja immerhin auch im Vorfeld einen Anbieter nach bestimmten Kriterien ausgewählt und einen Vertrag mit gewissen Leistungen unterschrieben.

Jetzt schon dieses komische PAB60 Projektarbeit, bei der man sich selber jemanden suchen muss und den totalen Aufwand hat und jetzt noch das.
Dann noch die mündliche Prüfung im Hauptfach, statt einfach auch eine schriftliche.
Statt PAB60 hätte ich lieber eine weitere schriftliche Klausur abgelegt..
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon dommas » 03.01.17 15:27

WIStudent hat geschrieben:Davon abgesehen, daß ich natürlich grundsätzlich kritisch bin, was einseitige und nachträgliche Änderungen in laufenden Verträgen betrifft,


Naja, diese Thematik ist uns ja nicht neu, zumindest denen, die schon ne ein bisschen länger dabei sind.
Master Wirtschaftsingenieurwesen (M.Eng.):

Semester1: BWL01, BWL02, BWL03, BWL33, UFU06, VWL40, WIR03
Semester2: AST81, GPM01, SDH01, WIP08, ICM02
Semester3: SYA81, RER81, SYD81, PMN01
Semester4: PRD81, MEWIW, Kolloquium

in Vorbereitung, abgeschlossen

Habe fertig! :)
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon student_master_wing » 03.01.17 20:37

Vielen Dank für das Feedback - habe zwischenzeitlich mal mit dem Hr. Prof. Berkemer darüber gesprochen und es liegt im Endeffekt zu einem guten Teil im Ermessen des Betreuers.
Als Thema habe ich letztendlich was von einem Assignmentthema des Dr. Küpper abgeleitet und es als MAsterarbeit etwas größer aufgestrickt. :)
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon WIStudent » 04.01.17 11:34

Hi,

das mit dem Ermessen des Betreuuers klingt doch schonmal gut und ist eine wertvolle Information. Ich hatte mit meinem Betreuuer, der noch im Urlaub ist, eine Themenstellung besprochen und bereite das jetzt gerade auf. Was natürlich für die Tonne wäre, stellte sich später heraus, daß das so doch nicht geht - wobei das Thema _nach_ Bekanntgabe der Änderung auf den Tisch kam.

@Kaktus: "natürlich" bezieht sich das auf das Erststudium (bzw. kann das kaum anders sein - das laufende Masterstudium ist ja nicht in Wirtschaft- bzw. Ingenieurdings einzuordnen). Ziel dürfte wohl sein, daß man nicht zwei ähnliche Abschlußarbeiten erstellt. So wird man ja dann auch eingestuft, wie Du erwähnt hattest. Wobei mir die Äußerungen "in wirtschaftlichen Bereich eingegliedert" und "Regelungstechnik entfallen" zu widersprechen scheinen. Bei Eingliederung in den wirtschaftlichen Bereich müßten BWL-Fächer entfallen und Regelungstechnik, CAD, Konstruktion usw. nicht entfallen. Falls Du mehr technische Fächer hattest, meinst Du wohl.. Du wurdest in den ingenieurwissenschaftlichen Bereich eingegliedert..?

Bei mir (Wirtschaftsinformatiker) wurde die Einstufung in den wirtschaflichen Bereich vorgenommen - für mich ok, aber sicher auch in der Nähe der mittigen Grenze, denn.. Module wie PRG, CPP und SWE hatte ich identisch im Erststudium, die ich dann im Ingenieurzweig zwar zu absolvieren hatte bzw. gehabt hätte, die Module wurden mir aber anerkannt, so daß es bei mir (Studienbeginn 2014) dann bei CAD, REG, KON01+KON02 usw. blieb. Etwas wie PAB gab es bei uns noch nicht, naja, dafür bestimmt anderes.

Bezüglich der vertraglichen Situation könnte folgender Beitrag etwas Licht ins Dunkel bringen:

http://www.frag-einen-anwalt.de/Aenderu ... 62620.html

Für uns regelt die Änderung ja zukünftige Sachverhalte, was die Sache aber hinsichtlich meines Rechtsempfindens nicht besser macht. Hier finde ich insbesondere "schwierig", daß in einer Situation wie der unseren - viel Geld bezahlt und noch viel, viel mehr Arbeit hineingesteckt, weil wir uns gerade auf der Zielgeraden befinden.. dann in den Sack zu hauen wäre extrem teuer und die Zielerreichung würde ungleich mühevoller - letztlich nur zähneknirschendes Kleinbeigeben möglich ist.

Auch wenn die Auswirkung möglicherweise geringfügig ist, bleibt doch ein sehr fader Beigeschmack. Das Geschäftsgebaren wäre in jedem Fall bei einer finalen Beurteilung zu thematisieren. Fair(er) wäre sicherlich ein Hinweis in der Vertragsgestaltung, daß nachträgliche einseitige Änderungen möglich sind und auch zur Anwendung kommen. Wäre immer noch schlecht, aber man könnte sich gezielt einen anderen Anbieter suchen.

Ok, weiter viel Erfolg,

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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon dommas » 04.01.17 15:21

Schade dass man bei AKAD nichts mit Jura studieren kann. Die ganze Thematik Vertragsänderung seitens AKAD wäre mal eine Masterarbeit wert :lol: :mrgreen: :wink:
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon Kaktus123 » 05.01.17 09:46

@WIStudent

Danke für die Schilderung.

Dann habe ich es wohl falsch verstanden. Ich dachte schon, dass auch das bestehende Masterstudium in die Teile untergliedert ist, da ja entschieden wird, welche
Fächer der Einzelne zu absolvieren hat und hier auch die Bezeichnungen im Raum stehen.

Ich dachte ebenfalls, dass der ingenieurwissenschaftlichen Bereich so heißt, wenn man gerade die ganzen technischen Fächer wie Regelungstechnik und Co.
auf dem Stundenplan findet.

So war ich fest der Meinung, dass ich mich mit BWL, VWL und Co. im ersten Semester dann im wirtschaftlichen Bereich befinde.

Naja wenn es dann mal soweit ist, frage ich dann nochmal nach. Da wird sich dann schon ein Thema finden :-)
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon BastiL » 09.07.18 10:38

Mittlerweile wird Dir sicherlich geholfen worden sein. Aber allen, die vielleicht auch ein Problem mit der Themenfindung haben, möchte ich uns kurz vorstellen:

Wir von studi-lektor bieten Dir vollumfängliche Unterstützung bei Deiner Masterarbeit.
Dies kann entweder in Form eines Coachings erfolgen, eben zum Beispiel im Bereich der Themenfindung, oder auch durch ein professionelles, fachliches Lektorat der Masterarbeit.

Lasst Euch gerne kostenlos beraten, oder schaut Euch gerne erstmal auf unserer webseite um.

VG
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Re: Thema Masterarbeit - Änderung der Studiensatzung

Beitragvon Kaktus123 » 10.07.18 11:50

Hallo,

wenn bei deinem gewünschten Thema "Prozessoptimierung nach Lean-Kriterien" ggf. eine Fallstudie dabei ist, die eine technische Produktion aufzeigt, oder allgemein
technische Schritte/Abfolgen würde ich es auf jeden Fall einmal probieren und das Thema einreichen.

Im schlimmsten Fall sagen sie halt nein und du suchst dir ein anderes Thema.
Im besten Fall lassen sie es durch und du kannst dich mit deinem gewünschten Thema beschäftigen.
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